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TP 6: Schutz der Gerste vor Pilzkrankheiten bei Trockenheit

Projektmanager: Prof. Dr. Ralph Hückelhoven

ln einem veränderlichen Klima sind Kulturpflanzen oft gleichzeitig verschiedenen Stressoren ausgesetzt. Klimawandel-bedingte Wetterextreme wie ausgeprägte Trockenperioden bedrohen die Gerstenproduktion weltweit und fördern bodenbürtige Pflanzenkrankheiten. Ziel des Projektes ist es, komplexe Stressantworten der Sommergerste zu verstehen und Werkzeuge zu entwickeln, die die Pflanzenzüchtung unterstützen und eine nachhaltige Produktion von Gerste unter verschiedenen Umwelt-/Klimabedingungen sichern. Als Modell dient dabei die unter Trockenstress veränderliche Resistenz der Gerste gegenüber pilzlichen Ährenfusariosen. Ährenfusariosen bedrohen die Menge und Qualität der Gersten- und somit auch der Malzproduktion in Bayern und weltweit. Durch den Klimawandel häufiger auftretender Trockenstress kann dabei die Anfälligkeit der Gerste gegen die Erkrankung verstärken. Die Stressantwort vorselektierter Gerstensorten soll auf Fusarium-, Klima-/ Trockenstress und deren Kombination erfasst und über physiologische Parameter und Genexpressionsmuster im Detail beschrieben werden. Die Auswertung der Daten soll Stoffwechselwege und Einzelgene (Marker) identifizieren, die umweltstabil mit Resistenz oder Anfälligkeit der Gerste gegen Ährenfusariosen assoziiert sind. Identifizierte Markergene werden auf ihre Eignung überprüft, in einem aktuellen Gerstengenotypensortiment die Resistenz gegen Ährenfusariosen widerzuspiegeln. Komplementär dazu wird die resistenzverstärkende Wirkung immunstimulatorischer Erregermoleküle (Biologicals) in der Gerste optimiert und auf Interaktionen mit dem Pflanzengenotyp und Trockenstress untersucht. Modellhaft soll untersucht werden, ob eine Kombination aus wenig anfälligen Sorten mit Biologicals einen nachhaltigen Pflanzenschutz in einer veränderlichen Umwelt darstellen kann.

Poster der Auftaktveranstaltung             Projektbeschreibung der Auftaktveranstaltung